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„Jugendliche brauchen Raum, um sich zu entfalten“

Jutta Hartwieg bei der Podiumsdiskussion

Jutta Hartwieg diskutierte mit jugendlichen Erstwählern über Politik

 

Bad Segeberg, 16.05.2008 – Die Debatten über die Alterung der Gesellschaft und das Für und Wider von Rentenerhöhungen verdrängen manchmal die Tatsache, dass die Zukunft der Gesellschaft auf jenen aufbaut, die heute zur jungen Generation gehören. Gestern Abend stand eine Podiumsdiskussion im Evangelischen Bildungswerk Bad Segeberg einmal ganz im Zeichen der Jugend und ihrer Interessen.

Organisiert vom Kirchenkreis Segeberg, diskutierten rund 100 Jugendliche ab 16 Jahren, die am 25. Mai auch zur Kommunal- und Landratswahl aufgerufen sind, mit einer Reihe von Politikern aus der Kommunal- und Kreispolitik. Von den beiden Kandidaten für das Landratsamt war lediglich Jutta Hartwieg erschienen – neben ihr auf dem Podium saßen u.a. Tobias Gellert (SPD), Kandidat für die Bad Segeberger Stadtvertretung, Annelie Eick, Stadtvertreterin der Grünen und Ursula Michalak, Stadtvertreterin der CDU.

Nachdem einer der Jugendlichen den jungen Zuhörern das Wichtigste zu Ablauf und Hintergründen der Wahlen erläutert hatte, stellten sich die Vertreter der Politik den Erstwählern vor. Jutta Hartwieg, die erklärte, worin die Aufgaben der Landrätin bzw. des Landrates liegen, machte zugleich deutlich, dass ihr eine Politik im Interesse der Jugend sehr am Herzen liegt: „Ich finde es sehr wichtig, dass die Jugendlichen Spaß haben.“ Und dafür sei es notwendig, dass junge Leute genügend Raum haben, wo sie sich als Jugendliche entfalten können. „Jugendkultur ist da, wo Jugend ist“, so Hartwieg

In jungen Jahren sei sie selbst, sagte die Landratskandidatin, immer wieder von ihrer Mutter ermutigt worden, offen und selbstbewusst in die Welt zu gehen. „Als ich jung war, habe ich mich auch jahrelang in verschiedenen Projekten der Jugendarbeit engagiert“, erklärte Hartwieg. Dies, so die Landratskandidatin, sei für Jugendliche ein guter Weg, Eigenverantwortung zu lernen.

„Ich glaube an junge, starke Menschen, die Lust haben zu experimentieren und zu lernen“, sagte Hartwieg. Und deshalb, so die Sozialdemokratin, sei sie auch für die Einrichtung von Jugendparlamenten, was bei den Zuhörern sichtlich auf Wohlwollen stieß.

Abermals sprach sich die Landratskandidatin gegen neue Autobahnzufahrten an der A7 in Norderstedt aus: „Dies würde allein den Kreis dreieinhalb Millionen Euro kosten – Geld, das beispielsweise in der Jugendhilfe deutlich besser aufgehoben wäre.“ Auch der magere Kreiszuschuss für die Volkshochschulen stünde in keinem Verhältnis zu diesen Kosten. „Als mögliche künftige Landrätin sehe ich meine Aufgabe auch darin, für sozialen Ausgleich zu sorgen. Und besonders mit Bildungs- und Jugendangeboten kann da geholfen werden“, sagte Hartwieg.   

Bildinformation (v.l.n.r.): Bild 1: Jutta Hartwieg, Annelie Eick (Grüne), Sabrina Gröschel (Jugendbildungsreferentin Kirchenkreis Segeberg) / Bild 2: J. Hartwieg, A. Eick / Bild 3: Ursula Michalak (CDU), J. Hartwieg, S. Gröschel (ganz rechts)

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