Bad Segeberg, 29.02.2008 – „Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, dass das Soziale in der Gesellschaft Bestand hat“, erklärte Jutta Hartwieg, Landratskandidatin der SPD, während eines Gesprächs mit dem Kreisvorstand des Sozialverbands Deutschland (SoVD) am vergangenen Dienstag im Bad Segeberger Rathaus. Unter der Leitung des SoVD-Ortsverbandsvorsitzenden Hans-Joachim Jaszinsky diskutierte sie gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Arbeit und Soziales, SPD-MdB Franz Thönnes, und den Segeberger Vorstandsmitgliedern des Sozialverbands Fragen der Rentenversicherung, der Betreuung von Arbeitslosen in der Grundsicherung sowie behindertenpolitische Themen.
Thönnes, selbst Mitglied im SoVD, erläuterte die durchgeführten Rentenreformen, die vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung dazu beitragen sollen, die Altersversorgung zukunftssicher zu machen. Werde künftig die gesetzliche Rente mit der privaten und staatlich geförderten Altersvorsorge der Riester-Rente und der Betriebsrente ergänzt, käme es zu einem angemessenen Auskommen im Alter, so der Politiker. Kritisch wurden die Risiken durch Arbeitslosigkeit sowie Tätigkeiten in schlecht bezahlten und unsteten Arbeitsverhältnissen gesehen. Deshalb stimmten sowohl die Mitglieder des Sozialverbandes wie auch die SPD-Vertreter darin überein, dass gesetzlich geregelte Mindestlöhne auch ein wichtiges Element für spätere Rentenleistungen seien. „Wir müssen verhindern, dass Dumpinglöhne später zu Mini-Renten führen“, erklärte Thönnes.
Erfreut zeigten sich die Gesprächsteilnehmer über den Aufschwung, der vielen Arbeitslosen neue Chancen auf eine Beschäftigung gegeben habe. Dennoch berichtete SoVD-Kreisvorsitzender Heino Woizick aus Gesprächen mit Langzeitarbeitslosen, dass diese sich eine kundenfreundlichere Betreuung seitens des Leistungszentrums in Bad Segeberg wünschten. Thönnes regte zu diesem Thema ein Gespräch mit der Geschäftsführung des Leistungszentrums an. So könne am besten Kritikpunkten nachgegangen und für Abhilfe gesorgt werden.
Jaszinsky stellte darüber hinaus die SoVD-Kampagne für öffentliche, behindertengerechte WC´s in Bad Segeberg vor. Hartwieg, Thönnes und der SoVD-Vorstand zeigten sich erfreut über die positive Resonanz aller Parteien in der Stadtverordnetenversammlung. Die Auffassung des Sozialverbandes, dass dies nun auch eine zeitnahe Umsetzung zur Folge haben müsse, fand die Unterstützung der beiden SPD-Politiker.
Landratskandidatin Jutta Hartwieg zeigte sich bei dem Treffen beeindruckt über die von den SoVD-Vertretern vorgetragenen Fälle, für die sie sich tagtäglich einsetzten. „Die Arbeit, die hier geleistet wird, ist außerordentlich wertvoll“, so Hartwieg. Der SoVD und seine Mitglieder unterstützten im Kreis Segeberg Menschen in Not und gäben ihnen so Orientierung. „Wer unverschuldet in die Enge gerät, muss sich auf die Solidargemeinschaft verlassen können und Hilfe bekommen. Das ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält“, erklärte die Landratskandidatin.
Bildinformation (v.l.n.r.): Parlamentarischer Staatssekretär Franz Thönnes; Hans-Joachim Jaszinsky, 1. Vorsitzender des SoVD-Ortsverbands Bad Segeberg; Jutta Hartwieg (SPD), Landratskandidatin des Kreises Segeberg
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Jutta Hartwieg
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