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Bildung und Berufliche Schulen

Chancengleichheit und Bildung für alle

Bildung ist die Grundlage für den Fortschritt der Menschen. Lebenslanges Lernen ist entscheidend für Erfolg im Leben. Deshalb ist es so bedeutend, schon frühzeitig die Lernbereitschaft junger Menschen durch ein sozial gerechtes Bildungssystem zu fördern und für alle Lebensalter passende Qualifizierung anzubieten.

Frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung stehen dabei gleichrangig nebeneinander und sind Voraussetzung für Chancengleichheit und Gerechtigkeit.

 

Die vom Land Schleswig-Holstein vorgegebene Umgestaltung der Schullandschaft muss verantwortungsvoll und wohlüberlegt durchgeführt werden. Als Landrätin des Kreises Segeberg werde ich deshalb die Gemeinden bei der Neuausrichtung der Schulen unterstützen. Ziel ist es dabei, möglichst viele Ganztagsschulen einzurichten sowie ein Angebot an gebundenen Ganztagsschulen in die Planung aufzunehmen. Darüber hinaus plädiere ich für einen flächendeckenden Einsatz von hauptamtlichen Sozialpädagogen an allen Schulen. Die Fachgymnasien an den berufsbildenden Schulen sollen als zweiter Bildungsweg erhalten bleiben.

 

Auch die Volkshochschulen, der Verein für Jugend und Kulturarbeit (VJKA) und andere Weiterbildungseinrichtungen leisten einen wichtigen und innovativen Beitrag zu einer zukunftsorientierten Bildung und müssen deshalb weiterhin gefördert werden. Den Bestand an Standortbüchereien und Fahrbüchereien möchte ich gerne erhalten und dort, wo Bedarf besteht, auf ihren Ausbau und ihre finanzielle Unterstützung hinwirken.

 

Ein sehr wichtiges Aufgabengebiet des Kreises stellen die Beruflichen Schulen dar. Von besonderer Bedeutung ist dabei eine gute Zusammenarbeit der Lehreinrichtungen mit der Wirtschaft. Die berufliche Bildung als Aufgabe des Kreises sollte nach meiner Auffassung als eine besondere Form der Wirtschaftsförderung begriffen werden, die der Arbeit in den Betrieben und damit auch den Menschen zu Gute kommt.

Die Beruflichen Schulen sind sehr modern und aufwändig eingerichtete Kompetenz-Zentren. In erster Linie dient die teure Ausstattung dem Unterricht der Auszubildenden zum besseren Verständnis komplizierter fachtheoretischer Zusammenhänge. Sie kann aber teilweise auch zur praktischen überbetrieblichen Ausbildung genutzt werden, und sie könnte der Wirtschaft auch für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden – in manchen Fällen geschieht dieses schon. Die Ausstattung dieser Schulen für die verschiedenen Fachrichtungen ist trotz ihrer Kostenintensität dringend erforderlich. Der Kreis Segeberg ist ein sehr schulfreundlicher Kreis und stattet seine Beruflichen Schulen – im Rahmen des Möglichen – vorbildlich aus. Dies soll auch mit mir als Landrätin in Zukunft so bleiben. Um die modernen und sehr guten Ausstattungen der Beruflichen Schulen aber effektiver nutzen zu können, bietet es sich an, diese verstärkt auch für andere Zwecke, wie Fort- und Weiterbildungen, zur Verfügung zu stellen.